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Bericht HNA vom 04.05.2021

Parteibuch spielt keine große Rolle                                                                                                                        Stefan Röttger (CDU) ist neuer Erster Beigeordneter in der Gemeinde Kaufungen

       

„Frischen Wind“ will Stefan Röttger im Kaufunger Gemeindevorstand wehen lassen. Dabei ist der neue Erste Beigeordnete definitiv kein Frischling in der Kommunalpolitik. Neu allerdings ist, dass dieser Posten erstmals nicht von einem Genossen bekleidet wird, sondern von einem CDU-Mitglied. Denn nach der Wahlschlappe der SPD konnte sich diese die Position nicht mehr sichern. Stattdessen gab es lange Gespräche im Vorfeld und am Ende einen gemeinsamen Wahlvorschlag. An seiner Spitze stand Stefan Röttger, der im Anschluss auch einstimmig gewählt wurde. „Ich denke, das ist ein Indiz, dass die anderen Parteien mich akzeptieren und mich als jemanden sehen, der sachbezogen entscheidet und keine Parteipolitik macht“, sagt der 61-Jährige. Im Vergleich zur Europa-, Bundes- und Landespolitik spiele das Parteibuch in der Kommunalpolitik eine untergeordnete Rolle, auch die Themen seien andere: „Als Kommunalpolitiker sind wir eher für Kanaldeckel und Straßenbeleuchtung zuständig. Es geht darum, sachbezogen für die Kaufunger Bürger das Beste in allen Belangen herauszuholen.“ Außerdem sei der Posten als Erster Beigeordneter sowieso überparteilich. Mit Bürgermeister Arnim Roß (SPD) verstehe er sich persönlich gut. „Ich erwarte und hoffe aber auch auf ein offenes Ohr seinerseits.“ Im Gemeindevorstand säßen schließlich auch nicht nur er und Roß, sondern noch acht weitere Mitglieder: „Wir sind ein Team“. Sicher gebe es da unterschiedliche Ansichten, aber je nach Lage zu entscheiden, sich ab- und auszusprechen sei eben Demokratie. „Natürlich habe ich Respekt vor der Aufgabe, aber das wird schon klappen“. Nervös sei er aber nicht. Bei so viel Erfahrung wäre das auch ungewöhnlich. Schon früh kam Röttger in Kontakt mit Kommunalpolitik. Als Mitglied des Gemeindevorstands tritt er in die Fußstapfen seines Vaters Karl Heinz Röttger, der sich dort und in der Gemeindevertretung ebenfalls lange engagierte. „Ich habe da schon als Kind viel mitbekommen“, sagt er. In seinen über 20 Jahren in der Gemeindevertretung war er Mitglied im Bauausschuss und im Ausschuss Jugend- Sport-Soziales-Kultur, in der Betriebskommission und beim Zweckverband Raum Kassel. Statt im Parlament und in Ausschüssen mitzudiskutieren und zu entscheiden, geht er jetzt in die Exekutive „Nach 20 Jahren war jetzt auch Mal Zeit auf die ausführende Seite zu wechseln.“ Außerdem könne er so auch Platz machen für jüngere, frischere Nachrücker. Ein Glück sei auch, dass er einen verständnisvollen Arbeitgeber habe. Röttger arbeitet bei Wingas in Kassel, seit zwei Jahren ist er dort als Betriebsratsvorsitzender freigestellt, zuvor war er als Generalvertriebsingenieur tätig. Viel Zeit für Hobbys bleibt dem Vater zweier erwachsener Töchter da nicht. „Wenn ich jetzt Politik sage, klingt das komisch, oder?“, sagt er und lacht. „Schreiben sie mal lieber Fahrradfahren, das fand ich schon immer gut.“ Vielleicht fährt er dann ja bald mit seinem neuen E-Bike zu den Gemeindevorstandssitzungen.

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